Ökolgisch denken

Ökologisch denken

 

Ein Beispiel, wie lineares Denken in der Ökologie zu falschen Ergebnissen führt.


 

Wir müssen ökologisch denken

Menschen sind es häufig gewohnt, linear zu denken. Hier das Problem - dort die Lösung. Fertig. Zur Lösung der großen ökologischen Bedrohungen aber brauchen wir eine andere Art des Denkens. Das Denken in Kreisläufen, in Netzen und Systemen - wir müssen ökologisch denken.

Ökologie ist ein gegenwärtig viel gebrauchtes Zauberwort. Ökologie ist nicht irgendeine Heilslehre. Ökologie ist die Haushaltslehre der Natur. Kurz gefaßt sagt sie aus: Alles hängt mit allem zusammen. Schlüssige Sachargumente zur Energiepolitik müssen wesentlich mehr Komponenten berücksichtigen, als dies bisher bei den fossilen Brennstoffen geschehen ist.

Ein Beispiel - falsch gedacht:
Die Luft über der Gemeinde soll sauberer werden. Die scheinbar patente Lösung: Alle mit Festbrennstoffen betriebenen Öfen werden verboten. Auch Holzöfen. Das ist lineares Denken. Kurzsichtig, einseitig, zukunftslos. Nur die scheinbar guten Emissionsdaten zählen. Keiner denkt daran, daß aus defekten Leitungen verdunstetes Erdgas ein übles Treibhausgas freisetzt: Methan, 32 mal so wirksam wie Kohlendioxid. Keiner berechnet die verheerenden Wirkungen, die Erdöl aus Tankerunglücken auf die Umwelt hat. Keiner berücksichtigt die Transportkosten. Lokal werden Schadstoffe gespart, global wird der Treibhauseffekt verschlimmert, werden fossilie Rohstoffe zum Plünderungstarif verhökert.

oder besser so gedacht ?
Holz ist kein fossiler Brennstoff. Holz ist Biomasse. Es wächst nach. Es ist Bestandteil des Lebenskreislaufes auf der Erdoberfläche. Jährlich verrottet in den Wäldern Brennholz im Gegenwert von Millionen Litern Heizöl. Dieser energiepolitischen Reserve müssen wir eine Zukunft sichern.

Quelle: Ulrich Brunner GmbH Eggenfeld